Seit 2005 lebe ich mit meiner Familie in Bamberg, mit Mama, Papa und meinen drei Geschwistern. Mit sieben Jahren brach bei mir eine Augenkrankheit aus, die mein Sehvermögen auf maximal acht Prozent reduzierte. Nach eineinhalb Jahren an zwei Schulen in Bamberg wechselte ich daher an das Bildungszentrum für Blinde und Sehbehinderte (bbs nürnberg). Mir hat Bewegung schon immer sehr viel Spaß gemacht, auch in meinem Heimatdorf in Kasachstan war ich in jeder freien Minute draußen und habe gespielt, geturnt, geklettert.

Das FreiZeitZentrum im bbs nürnberg kam mir da sehr entgegen, ich konnte dort vieles ausprobieren. Auch das Schwimmen, ich konnte es jedoch noch nicht richtig. Der Leiter des bbs-Freizeitzentrums, Michael Heuer, wurde auf mich aufmerksam und lenkte mein Interesse auf den Schwimmsport. Ich lernte das Schwimmen, die verschiedenen Stile und bewegte mich immer besser im Wasser. Ja, so nahm das Schicksal seinen Lauf 😉

Nach dem erfolgreichen mittleren Bildungsabschluss begann ich mit der Ausbildung zur Physiotherapeutin.

Link zum Bildungszentrum für Blinde und Sehbehinderte, Nürnberg

Ich stieg im November 2009 beim TSV Altenfurt ein und startete auf nationaler Ebene für den Verein für Behinderten-, Versehrten und Rehabilitationssport Nürnberg (BVSV N). Mein Trainer Günter Zirkelbach (TSV Altenfurt) war maßgeblich daran beteiligt, dass ich bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften 2012 im Vorlauf über 100 Meter Brust einen neuen Europarekord in ihrer Klasse aufstellte und mich so noch kurzfristig für die Paralympics in London qualifizieren konnte. Dort startete ich in vier Wettbewerben und gewann über 100 Meter Brust eine Silbermedaille.[2]